Statements zu der Bildungsinitiative
'Das andere Leben'
Stimmen der beteiligten Schulen, Schüler, Zuschauer und Unterstützer zu der Bildungsinitiative
...Wir halten es für wichtig, den Schülerinnen und Schüler diesen Teil der deutschen Geschichte nicht durch bloße Erfüllung des Lehrplans rein theoretisch zu vermitteln, sondern sie unmittelbar zu berühren und sensibel zu machen, damit mehr hängen bleibt als trockener Unterrichtsstoff.
Wir halten es für wichtig, im Rahmen von Werteerziehung und -vermittlung, die Schülerinnen und Schüler anzuleiten, die deutsche Vergangenheit sensibel, verständig und verständnisvoll zu betrachten und den Respekt vor denen zu vermitteln, zu erhöhen und zu bewahren, die besonders unter dieser Vergangenheit gelitten haben.
Wir halten es außerdem für wichtig, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, die Diskussion und den Diskurs zum Verhältnis der Völker, speziell dem deutschen und dem jüdischen kritisch und vorurteilsfrei zu führen, und schließlich halten wir es für wichtig, durch diese Art von Vergangenheitsvermittlung, speziell durch solche Veranstaltungen, einen Beitrag zum Demokratieverständnis und zur Meinungsbildung bei den jungen Menschen zu leisten.
Die Veranstaltung mit Jakob Odinius, beginnend mit dem sehr schockierenden Filmausschnitt von Tom Hanks und Steven Spielberg, hat unsere 9.-Klässler sehr betroffen gemacht, und alle haben der Lesung gebannt gefolgt. Die Geschichte hat die jungen Schülerinnen und Schüler, die zur Zeit beginnen, sich mit dem Thema im Unterricht zu beschäftigen, bewegt. Das zeigten auch ihre intensiven Fragen nach der Lesung. Jakob Odinius und seine Gattin wiederum waren sehr beeindruckt von der Disziplin und dem Interesse der 15- bis 16-jährigen.
Wir als Schule sind sehr dankbar, dass wir die Veranstaltung in unserem Haus hatten und damit der unterrichtlichen Aufarbeitung des Themas einen weiteren Mosaikstein hinzufügen konnten.
Johannes Müller, stellvertr. Schulleiter, Pestalozzi-Realschule - Bochum
Der Vortrag von Herrn Ordinius hat bei uns einen tiefen Eindruck hinterlassen. Die Betroffenheit unserer Schülerinnen und Schüler war schon während des Vortrags zu spüren. An unserer Schule wird seit langem im Rahmen der „Stolpersteine“ des Künstlers Günther Demnig nach Spuren ehemaligen jüdischer Mitbürger in Hamm geforscht, die unter der NS-Diktatur verfolgt und ermordet worden sind. Von daher sind viele Schüler/innen mit der Thematik und auch der Problematik vertraut. Noch vier Wochen vor dieser Veranstaltung war Hans Levy, ein Überlebender des Holocaust aus Hamm, zu Besuch in unserer Schule, der dank eines Kindertransportes in letzter Minute hatte fliehen können. Diesen Besuch hatten wir im Rahmen einer Projektwoche vorbereitet.
Otto Gertzen, Oberstufenleiter, Friedensschule - Hamm
Sehr geehrter Herr Odinius, Ich bin Schülerin des Berufskollegs in Höxter. Daher habe ich auch Ihren Vortrag am 2.12. verfolgt. Natürlich redet man immer wieder über den Holocaust, doch die Geschichte von Solly hat mich sehr berührt und ich habe vielleicht auch mehr Verstanden, wie schrecklich der Holocaust war. Vor allem weil mich auch diese Vorlesung auch noch sehr oft zum Nachdenken gebracht hat, habe ich mir sein Buch gekauft. Allerdings war es nicht einfach es zu finden. Daher möchte ich vielleicht anmerken, den Titel des Buches bei einer ähnlichen Vorlesung, deutlicher zu erwähnen. Ich finde die Arbeit die sie machen, wirklich sehr gut. Mich bringt es, vor allem durch die Vorlesung, sehr zum Nachdenken. Daher Danke ich Ihnen für die Vorlesung bei uns. Und natürlich auch Solly Ganor für seinen Mut.
B.Müller, Schülerin, Berufskolleg - Höxter
Am Donnerstag, 24. November 2011 überbrachte Herr Jakob Odinius in einem ca. einstündigen Vortrag im Rahmen einer Veranstaltung in der Aula des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums in Wuppertal die Botschaft seines Freundes und Holocaust-Überlebenden Sally Ganor. Die etwa 250 Schülerinnnen und Schüler hörten den Berichten, einer Mischung aus Textstellen eines Buches von Ganors und ergänzende Erzählungen Herrn Odinius, gespannt zu und waren größtenteils sehr beeindruckt von den Inhalten und der Vortragsweise des Redners. Ihnen wurde auf sehr lebendige Art und Weise nicht nur ein Stück Geschichte vermittelt, sondern sie wurden auch mit bedeutsamen Werten konfrontiert.Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler ließen erkennen, dass über den Vortrag hinausgehende, diesbezügliche Gespräche und Diskussionen stattgefunden haben. So wird Geschichte in nicht alltäglich vermittelter Form sehr lebendig und trägt dazu bei, ein Geschichtsbild zu vermittlen, dass Einfluss hat auf das Wertesystem Jugendlicher. Wir bedanken uns ganz herzlich für das Engagement Herrn Odinius und seiner Frau, die ihn nach Wuppertal begleitet hat!
Martin Schulte, Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums - Wuppertal
