Paten der Bildungsinitiative
'Das andere Leben'
Pate der Bildungsinitiative
"Das andere Leben" in Aachen
Marcel Philipp
Oberbürgermeister
der Stadt Aachen
Pate der Bildungsinitiative
"Das andere Leben" in Bielefeld
Pit Clausen
Oberbürgermeister
der Stadt Bielefeld
Es gibt leider nicht mehr viele Zeitzeugen, die mit ihren „Augen der Erinnerung“ unsere Augen öffnen können. Der Holocaust ist Teil unserer Geschichte geworden und damit auch ein Teil von uns. Von jedem von uns. Die Wunden sind längst noch nicht verheilt. Ich weiß nicht, ob sie jemals heilen können. Auf jeden Fall sind Narben geblieben. Bei den Opfern und ihren Nachfahren. Sind wir schuldig? Die nachfolgenden Generationen? Mit den Jahren ist sicher aus der Frage nach der Schuld die Frage nach der Verantwortung geworden. Wir stehen in Verantwortung für die Zukunft. Und wir haben diese Verantwortung zu tragen. Wenigstens das sind wir den Opfern der Schoah schuldig. Wir haben die Verantwortung für das Erinnern und das Gedenken. Wir haben die Verantwortung, die Wahrheit zu suchen und sie zu benennen. Vor allen Dingen haben wir aber die Verantwortung, immer und überall wachsam zu sein. Denn Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sieht man nicht immer auf den ersten Blick. Es ist nicht sofort erkennbar. Beides gibt es immer noch, auch in Deutschland. Auch in Bielefeld. Es ist richtig und so wichtig, dass sich viele junge Menschen mit diesem Thema und der Verantwortung aus der Geschichte auseinandersetzen. Denn das Erinnern darf kein Ende haben und muss an alle noch kommenden Generationen weitergegeben werden. Die Bildungsinitiative „Das andere Leben“ kann dazu einen wertvollen Beitrag leisten. Wir alle stehen in der Verantwortung, dafür zu sorgen, dass sich diese, unsere, Vergangenheit nicht so oder in irgendeiner anderen Form wiederholen wird.
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Pit Clausen
Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld
Patin der Bildungsinitiative
"Das andere Leben" in Bochum
Ottilie Scholz
Oberbürgermeisterin
der Stadt Bochum
Pate der Bildungsinitiative
"Das andere Leben" in Bottrop
Bernd Tischler
Oberbürgermeister
der Stadt Bottrop
Bildung ist der Kompass, der Menschen hilft
Um der jungen Generation die Schrecken eines Krieges begreifbar und nachfühlbar zu machen, den sie selbst nicht erleben mussten, ist es erforderlich, hinter den Ereignissen und Zahlen in Geschichtsbüchern die menschliche Seite sichtbar zu machen. Zahlen beeindrucken uns und haben oft unvorstellbare Ausmaße, dennoch denke ich, dass nur ein einziges menschliches Schicksal uns mehr berühren und damit aufwecken kann.
Einzelne Schicksale geben uns eine Vorstellung von einem Schrecken, der uns in seiner Gesamtheit unbegreiflich erscheint. Und nur dann, wenn wir nachfühlen können, wenn wir eine Vorstellung davon bekommen, wie sich ein normales Leben in vertrauter Umgebung durch politische Umbrüche verändern kann, werden wir sensibel für Entwicklungen, die auch heute unsere Gesellschaft und unsere Demokratie bedrohen können.
Das andere Leben, das Leben, das die Zeitzeugen Solly Ganor und Zwi Katz während des 2. Weltkrieges bis zu ihrer Befreiung durch amerikanische Soldaten, aber auch danach führten, wird in der Bildungsinitiative „Das andere Leben“ greifbar. Und es wird damit nachvollziehbar für Jugendliche, die jetzt etwa in dem gleichen Alter sind, wie diese Zeitzeugen zum Zeitpunkt ihres Martyriums.
Das ist der richtige Zeitpunkt, die Jugendlichen mit unserer Geschichte, die auch ihre Geschichte ist, zu konfrontieren, denn nur so können wir sie vor den Gefahren rechtsextremen Gedankenguts wappnen. Wir sind in der Verantwortung dafür zu sorgen, dass Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus in den Köpfen unserer Kinder keinen Raum finden.
In Deutschland sind diese Themen nach den Ereignissen und Erkenntnissen rund um die Zwickauer Terrorzelle aktueller denn je. Doch Fremdenfeindlichkeit gibt es auch in unserer Stadt, in unserer nächsten Nachbarschaft, und hier an der Basis müssen wir ansetzen.
Ich übernehme daher gerne die Schirmherrschaft über die Veranstaltungen der Bildungsinitiative „Das andere Leben“ an der August-Everding-Realschule und an der Gustav-Heinemann- Realschule in Bottrop.
Mit diesem Projekt, in dem Schüler aktiv mit einbezogen werden und den Zeitzeugen ihre Fragen und Meinungen persönlich vortragen können, wird ein wertvoller Beitrag zur Bildung unserer Kinder und Jugendlichen und zur Aufbereitung unserer Geschichte geleistet.
Bernd Tischler
Oberbürgermeister der Stadt Bottrop
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Pate der Bildungsinitiative
"Das andere Leben" in Bonn
Jürgen Nimptsch
Oberbürgermeister
der Stadt Bonn
Bildung ist der Kompass, der Menschen hilft
Bildung ist der Kompass, der Menschen hilft, sich in den Unwägbarkeiten des Lebens immer wieder neu zu orientieren. Wenn wir in Zukunft gut leben wollen, dann gilt es darauf hinzuarbeiten, dass möglichst alle Menschen mehr innere Erfahrung, mehr Substanz und mehr Kenntnisse haben, als sie für den Moment in ihrem Berufs- und Arbeitsleben brauchen. Diese Basis schafft Bildung.
Und schon weit vor dem Berufs- und Arbeitsleben vom Kindergarten bis zur Universität steht Bildung nicht nur für Wissen, sondern insbesondere für „Wissen wollen“. Umso mehr freue ich mich, dass die IGS Beuel und das Hardtberg Gymnnasium an der Bildungsinitiative „Das andere Leben“ teilnehmen.
Die Vermittlung von Bildung und Kultur ist eine vordringliche und verantwortungsvolle Aufgabe. Gerne habe ich daher die Patenschaft der deutschlandweiten Bildungsinitiative für die beiden teilnehmenden Bonner Schulen hier vor Ort übernommen. Denn nicht zuletzt verbindet mich bekanntlich meine Zeit als Lehrer intensiv mit dem Thema Bildung und im Besonderen mit der Integrierten Gesamtschule Beuel, an der ich von 1996 bis zu meiner Wahl zum Bonner Oberbürgermeister im August 2009 als Leiter tätig war.
„Bildung - Meinung - Verantwortung“ in diesem Sinne wünsche ich der Initiative viel Erfolg, damit unsere Geschichte nicht in Vergessenheit gerät.
Jürgen Nimptsch
Oberbürgermeister der Stadt Bonn
Pate der Bildungsinitiative
"Das andere Leben" in Celle
Dirk-Ulrich Mende
Oberbürgermeister
der Stadt Celle
Wir alle haben die Pflicht, allen Menschen die Möglichkeit zu bieten, sich umfassend zu informieren, ihnen Wissen zur Verfügung zu stellen, um dieses bewerten zu können. Denn nur durch umfangreiche Bildung wird gewährleistet, dass man Sachverhalte kritisch hinterfragen und sich eine eigene, fundiert Meinung bilden kann. Auf einer solchen Grundlage kann und sollte jeder für sich und die Allgemeinheit Verantwortung übernehmen.
Dirk-Ulrich Mende
Oberbürgermeister der Stadt Celle
Pate der Bildungsinitiative
"Das andere Leben" in Detmold
Rainer Heller
Bürgermeister
der Stadt Detmold
Pate der Bildungsinitiative
"Das andere Leben" in Düsseldorf
Dirk Elbers
Oberbürgermeister
der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen Düsseldorf
Vermittlung durch Begegnungen „Nur wer seine Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft.“ In dieser Äußerung Wilhelm von Humboldts spiegelt sich die Erkenntnis, dass sein Geschick nur erfolgreich mit gestalten kann, wer sich seiner geschichtlichen Wurzeln bewusst ist. Darum ist es so wichtig, dass junge und alte Menschen, Zeitzeugen und Überlebende des Nationalsozialismus, zusammenfinden und miteinander ins Gespräch kommen, um voneinander zu lernen. Jedes abstrakte Wissen um die Vergangenheit, um die Verbrechen des Holocaust, bleibt ein rein historisches Wissen, wenn die letzten Zeitzeugen uns und vor allem der jungen Generation nicht Zeugnis ablegen von dem, was sie erlebt und erlitten haben. So lange diese Menschen leben, sollten wir die Erinnerungskultur in Deutschland mit Leben erfüllen, sie gemeinsam und zwischen den Generationen aktiv gestalten und reich machen an Begegnungen. Diese Begegnungen sind es, die Geschichte konkret und anschaulich machen. In der Landeshauptstadt Düsseldorf wird dies seit vielen Jahren praktiziert: Unsere Mahn- und Gedenkstätte, unsere Schulen und Bildungseinrichtungen legen großen Wert darauf, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die deutsche Geschichte in solchen Begegnungen zu vermitteln. Hierbei reihen sich die Lesungen von Jakob Odinius über das bewegte und bewegende Leben seines Freundes Solly Ganor sinnvoll ein. Die Ziele dieser gesellschaftspolitisch wichtigen Arbeit bleiben für uns alle klar definiert und auch für die Zukunft besonders wichtig: Zivilcourage und Mut, Verantwortung sowie ein klares Bekenntnis zu unserem demokratischen Miteinander. Das Wissen um die Geschichte muss bewahrt werden, um Toleranz und Aussöhnung zu befördern und Rassismus, Antisemitismus und Gewalt in einer starken Gesellschaft entschieden abzulehnen. Um diesen zentralen Zielen näher zu kommen, wünsche ich der Bildungsinitiative „Das andere Leben“ weiterhin viel Erfolg und danke den Initiatoren sehr herzlich für ihre wichtige Arbeit.
Dirk Elbers
Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf
Pate der Bildungsinitiative
"Das andere Leben" in Hamm
Thomas Hunsteger-Petermann
Oberbürgermeister
der Stadt Hamm
Pate der Bildungsinitiative
"Das andere Leben" in Hannover
Stephan Weil
Oberbürgermeister
der Landeshauptstadt von Niedersachsen Hannover
Solly Ganor hat die Geschichte seiner Jugend aufgeschrieben. Es war keine normale Kindheit, es war eine Kindheit im Holocaust. Es erforderte Mut und Überwindung das Erlebte, die schrecklichen Ereignisse niederzuschreiben. Und mehr noch: Solly Ganor spricht auch immer wieder darüber, wendet sich zudem im Rahmen der Initiative mit einer Videobotschaft direkt an die Zuhörer.
Dem Unfassbaren, dem Leiden und der Tod von Millionen Menschen, wird mit dieser persönlichen Geschichte die Anonymität der Masse genommen. Der individuelle Bericht ist gleichzeitig ein Beispiel und ein Denkmal für so viele andere Menschen, die unter der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten litten oder ihr Leben verloren.
Solly Ganor hat seine leidvollen Erfahrungen stellvertretend auch für sie öffentlich gemacht, damit ihr Schicksal nicht vergessen wird.
Nicht zu vergessen und alles dafür zu tun, dass es nie wieder zu solchen Ereignissen kommen kann, ist die Botschaft, die über allem steht.Selbstverständlich und sehr gern habe ich die Patenschaft für die Bildungsinitiative und insbesondere die Veranstaltungen in den hannoverschen Schulen übernommen. Ich halte die gewählte Form der Initiative, die Schülerinnen und Schüler direkt mit ein zu beziehen , für sehr gelungen.
Allen Beteiligten an der Veranstaltungsreihe „ Das andere Leben“ gebührt Dank. Dem Autor, Solly Ganor, ist Anerkennung und Hochachtung zu zollen. Er leistet einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung von Geschichte, aber auch zur Versöhnung.
Stephan Weil
Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover
Pate der Bildungsinitiative
"Das andere Leben" in Hildesheim
Kurt Machens
Oberbürgermeister
der Stadt Hildesheim
Pate der Bildungsinitiative
"Das andere Leben" in Höxter
Alexander Fischer
Bürgermeister
der Stadt Höxter
Pate der Bildungsinitiative
"Das andere Leben" in Leverkusen
Reinhard Buchhorn
Oberbürgermeister
der Stadt Leverkusen
Pate der Bildungsinitiative
"Das andere Leben" in Lingen
Dieter Krone
Oberbürgermeister
der Stadt Lingen
Pate der Bildungsinitiative
"Das andere Leben" in Lüneburg
Ulrich Mädge
Oberbürgermeister
der Hansestadt Lüneburg
Wie können Menschen anderen Menschen so etwas antun? Wie konnten Millionen Männer, Frauen und Jugendliche zu fanatischen Werkzeugen einer verbrecherischen Ideologie werden?
Wer sich mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt, steht fassungslos vor einer Reihe von Fragen - auf die es keine einfachen Antworten gibt. Es ist wichtig, dass sich vor allem junge Menschen diesen Fragen nähern, Antworten suchen und nachempfinden, wie alles angefangen hat.
Wir wollen eine Gesellschaft, die von gegenseitiger Anerkennung, Toleranz und Respekt geprägt ist, eine Gesellschaft ohne Ausgrenzung, eine Gesellschaft, in der jeder ohne Angst verschieden sein kann.
Doch das kann nur gelingen, wenn wir um unsere Vergangenheit wissen und eine Vorstellung davon haben, wie schnell Einzelne aus den Fugen der Menschlichkeit geraten können, wie leicht böse Funken überspringen, wenn die Umgebung ihnen nichts entgegenzusetzen hat.
Die Bildungsinitiative "Das andere Leben" mit ihren Akteuren bestärkt Schülerinnen und Schüler darin, sich entgegenzusetzen, mit Wissen, Menschlichkeit und Verantwortung. Darum habe ich gern die Patenschaft für die Initiative übernommen.
Ulrich Mädge
Oberbürgermeister Hansestadt Lüneburg
Pate der Bildungsinitiative
"Das andere Leben" in Münster
Markus Lewe
Oberbürgermeister
der Stadt Münster
Pate der Bildungsinitiative
"Das andere Leben" in Wuppertal
Peter Jung
Oberbürgermeister
der Stadt Wuppertal
Pate der Bildungsinitiative
"Das andere Leben" in Oldenburg
Prof. Dr. Gerd Schwandner
Oberbürgermeister
der Stadt Oldenburg
Aus Geschichtsbüchern erfahren wir historische Fakten und Zusammenhänge. Doch berühren uns die Texte auch? Machen sie uns persönlich betroffen? Nur selten. Sie wirken abstrakt und distanziert, beinahe fiktiv. Um eine emotionale Bindung zu unserer Geschichte aufbauen zu können, ist mehr nötig als anschauliches Material.
An diesem Punkt setzt die Bildungsinitiative „Das andere Leben – Kindheit im Holocaust“ an. Die Lesereise hat das Ziel, den Jugendlichen den Blick für ihre Verantwortung zum Erhalt der Freiheit und Demokratie zu verdeutlichen. Und sie tut dies auf einer persönlichen Ebene.
Der jüdische Autor Solly Ganor war als Jugendlicher selbst Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes und überlebte den Holocaust. Er trägt seine Geschichte zum Lernen und Verstehen weiter. Seine Worte berühren die Zuhörer.
Diese authentische Form des Geschichtsunterrichts hilft zu begreifen und zu verinnerlichen. Die Jugendlichen können Konsequenzen für ihr eigenes Denken und Handeln ziehen– mündig und selbstbestimmt. Und darum geht es.
Ich unterstütze diese Bildungsinitiative für unsere Jugendlichen und freue mich darüber, dass sie auch nach Oldenburg kommt.
Prof. Dr. Gerd Schwandner
Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg i.O.
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Pate der Bildungsinitiative
"Das andere Leben" in Osnabrück
Boris Pistorius
Oberbürgermeister
der Stadt Osnabrück
Bildung – Meinung - Verantwortung
Für mich stellt sich nicht die Frage von Schuld, wenn ich mich mit dem Thema Nationalsozialismus befasse. Die Frage von Schuld stellt sich für mich erst dann, wenn ich nicht dazu beitrage, dass so etwas nie wieder geschieht.“
Im Kern spricht aus dieser Aussage einer Osnabrücker Berufsschülerin, die sie im Zusammenhang mit der von ihrer Schule ausgerichteten Gedenkfeier zum 9. November 1938 im Jahr 2010 gemacht hat, die heutige Zielsetzung von Erinnerungskultur: Kindern und Jugendlichen einen Zugang zur Geschichte des Nationalsozialismus zu bieten, der eine nachhaltig wirksame kritisch-historische Bewusstseinsbildung ermöglicht. Historisches Lernen ist ein langer Prozess, der insbesondere dann gut funktioniert, wenn Schülerinnen und Schülern der Raum gegeben wird, selbst bestimmte Formen der Auseinandersetzung zu finden, in der sie ihre Meinung, ihre Gedanken und Gefühle zum Ausdruck bringen können.
Inhaltliche Impulse können von unterschiedlichster Seite kommen: durch den Besuch einer Ausstellung, eines Ortes des historischen Geschehens oder durch die Berichte von Zeitzeugen. Letztere haben eine unmittelbar verständliche Beweiskraft, die umso nachdrücklicher wirkt, wenn sie mit einem Appell verknüpft wird, sich eine eigene Meinung zu bilden und Verantwortung zu übernehmen. Dafür, dass Rassismus und Antisemitismus in Gegenwart und Zukunft keinen neuen Nährboden finden und sich unsere Gesellschaft durch Pluralismus und gelebte Demokratie auszeichnet.
In dieser Hinsicht leistet die Bildungsinitiative „Das andere Leben – Kindheit im Holocaust“ beispielhafte Arbeit durch die künstlerisch aufbereitete Lesung der bewegenden Geschichte des jüdischen Jungen Solly Ganor. Ich wünsche der Initiative viel Resonanz und ein jugendliches Publikum, das mit offenem Ohr zuhört und in Herz und Verstand die Geschichte wirken lässt.
Boris Pistorius
Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück
Pate der Bildungsinitiative
"Das andere Leben" in Tostedt
Dirk Bostelmann
Oberbürgermeister
der Stadt Tostedt
Pate der Bildungsinitiative
"Das andere Leben" in Wilhelmshaven
Andreas Wagner
Oberbürgermeister
der Stadt Wilhelmshaven
Das Geschehene kann nicht ungeschehen gemacht werden. Die Schuld wird immer bleiben.
Die Aufgabe unserer und weiterer Generationen muss es sein, die Erinnerung an die schrecklichen Ereignisse aufrecht zu erhalten. Jeder muss Verantwortung übernehmen, den Anfängen wehren und jeder Art von Diskriminierung entgegentreten. Oder um es mit den Worten von Eli Wiesel zu sagen: „Keine menschliche Rasse steht über den anderen, kein religiöser Glauben ist minderwertig. Man muss Partei ergreifen, Neutralität hilft den Unterdrückern, niemals den Opfern. Stillschweigen bestärkt den Peiniger, niemals den Gepeinigten.“ Denkmale oder Gedenkstätten reichen zur Mahnung und Erinnerung nicht aus. Den Opfern muss ein „Gesicht“ gegeben werde, durch Namensnennung und Visualisierung ihrer konkreten Schicksale. Die Stadt Wilhelmshaven nimmt ihre Verantwortung für das Erinnern und Gedenken seit Jahren durch zahlreiche Projekte wie Ausstellungen, Theateraufführungen, Gespräche mit Überlebenden, Namenstafeln und besondere Schulprojekte aktiv war. Ivar Buterfas, Überlebender des Holocaust, Weltfriedenspreisträger und „Sonderbotschafter für Jugendaufklärungsarbeit“ in seiner Rede vor zahlreichen Wilhelmshavener Schülern: „Es gibt heute eine wunderbare Demokratie. Sie gehört Euch. Macht‘ was draus. Grenzt keinen aus. Gebt jedem eine Chance!“ Die schrecklichen Ereignisse dürfen nicht vergessen werden. Sie müssen uns eine ständige Mahnung und Erinnerung sein, um uns und zukünftigen Generationen ein ähnliches Schicksal zu ersparen und der erneuten Ausbreitung von Fremdenfeindlichkeit oder Antisemitismus entgegen zu wirken. Jeden Schritt, insbesondere junge Menschen, eindringlich an diesen dunklen Teil unserer Geschichte heranzuführen, begrüße ich ausdrücklich. Die Bildungsinitiative „Das andere Leben“ ist ein wichtiger und sinnvoller Schritt zur Aufklärung.
Andreas Wagner
Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven
Pate der Bildungsinitiative
"Das andere Leben" in Wolfenbüttel
Thomas Pink
Bürgermeister
der Stadt Wolfenbüttel
Als Bürgermeister der Stadt Wolfenbüttel unterstütze ich ausdrücklich die Ar-beit der Bildungsinitiative „Das andere Leben“. In Wolfenbüttel verfasste Gotthold Ephraim Lessing sein wohl bekanntestes Werk „Nathan der Weise“ – ein Werk, das zu einer Zeit den Toleranzgedanken verbreitete, als Werte wie Demokratie oder Religionsfreiheit noch in weiter Fer-ne lagen. Diese heute für uns selbstverständlichen Werte gilt es zu verteidigen, da es im-mer wieder Zeitgenossen gibt, die gerade die Jugend mit Parolen einer dunklen Zeit beeinflussen wollen. Sie tun das oftmals ganz subtil, vielfach über die Neu-en Medien des Internets, wie Facebook, twitter oder ähnlichem. Dass gerade junge Leute auch im negativen Sinne begeisterungsfähig sind, haben wir aus der Geschichte der Jahre 1933 bis 1945 auf bitterste Art und Weise erfahren müs-sen. Aus diesen Gründen sind wir es der jetzigen und den zukünftigen Generationen schuldig, über die furchtbaren Ereignisse dieser dunklen Jahre zu informieren, damit derartige Dinge sich noch nicht einmal ansatzweise wiederholen können. Von Richard von Weizsäcker stammt das Zitat: „Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart. Wer sich der Unmenschlich-keit nicht erinnern will, der wird wieder anfällig für neue Ansteckungsgefah-ren.“ Genau deswegen müssen wir diejenigen, die das Glück hatten und haben, ohne Terror und Krieg in Frieden und Freiheit aufzuwachsen, über die unfassbare Re-alität der Naziherrschaft in Kenntnis setzen. Die Bildungsinitiative „Das andere Leben“ vermittelt Schülerinnen und Schü-lern Kenntnisse über diese furchtbare Zeit. Sie tut dies nicht in Form von tro-ckenem Geschichtsunterricht, sondern mittels Zeitzeugen, Menschen, die wis-sen, wovon sie sprechen und die sich so der Jugend gegenüber annähern können, wie es kein Geschichtsbuch dieser Welt schaffen würde. Deshalb freue ich mich, dass die Bildungsinitiative „Das andere Leben“ auch nach Wolfenbüttel kommt und wünsche ihr auch weiterhin den verdienten Erfolg.
Thomas Pink
Oberbürgermeister der Stadt Wolfenbüttel

Pate der Bildungsinitiative
"Das andere Leben" in Wolfsburg
Prof. Rolf Schnellecke
Oberbürgermeister
der Stadt Wolfsburg
Die Würde des Menschen gilt es, als größtes und schützenswertestes Gut überhaupt, über alle Maßen zu respektieren und zu achten. Die Verachtung und Feindlichkeit gegenüber dem menschlichen Leben durch die Diktatur des Dritten Reiches war schier unbeschreiblich.
Viele Millionen Menschen ließen in diesem grausamen Krieg ihr Leben, wurden von den Nationalsozialisten ermordet. 1,5 Millionen jüdische Kinder - Kinder, die ein ganzes Leben, voller Hoffnung und Glück, vor sich hatten - mussten sterben. Einer der Zeitzeugen, der nach eigener Aussage „beim Holocaust zwar nicht ums Leben kam, aber hundertmal gestorben ist“, ist Solly Ganor.
Es ist unsere Aufgabe und die der nächsten Generationen, das Gedenken an die Opfer wach zu halten, Lehren aus der schrecklicher Vergangenheit zu ziehen und dafür Sorge zu tragen, dass nie wieder solch dunkle Zeiten über uns kommen. Wir stehen vor einem Generationenwechsel – die Stimmen der Zeitzeugen gilt es daher zu bewahren und an unsere Kinder weiter zu tragen. Die Ausstellung ist ein wichtiger Beitrag dazu. Daher bin ich sehr froh, dass die Bildungsinitiative Station in Wolfsburg macht und unterstütze dies sehr gerne mit meiner Patenschaft.
Prof. Rolf Schnellecke
Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg






















